Die Parodontologie beschäftigt sich mit der Physiologie und der Pathologie der zahnumliegenden Gewebe, d.h. des Zahnfleisches, des Zahnhalteapparates und des Knochens. Die häufigsten Krankheiten sind die, bakteriell verursachte Zahnfleischentzündung und die Parodontitis, aber auch eine Vielzahl an nicht-bakteriell verursachten Krankheiten (z.B. virale Erkrankungen) fallen in dieses Gebiet.

Ein Arbeitsschwerpunkt ist die Prävention und Behandlung einer Parodontitis, welche gekennzeichnet ist durch den Verlust von zahntragendem Gewebe. Folge ist neben einer Lockerung oder dem Verlust des Zahnes auch Reaktion des gesamten Immunsystems. Es lassen sich bei ausgedehnten Entzündungen im Mund erhöhte Entzündungsparameter im Blut (CRP, Interleukine) nachweisen. Ein sogenannter pro-inflammatorischer Zustand kann zudem mit einem höheren Risiko für cardiovaskuläre Erkrankungen (Schlaganfall, Herzinfarkt) vergesellschaftet sein. Es hat sich gezeigt, daß die Therapie einer schweren Parodontitis positive Folgen auf den Gesamtorganismus hat, so dass die anti-entzündliche, parodontale Behandlung auch präventiv gegen systemische Erkrankungen eingesetzt werden kann.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt bildet die plastisch-rekontruktive Parodontalchirurgie, welche verlorene Gewebe ersetzt. Dies reicht von regenerativen Verfahren zum Wiederaufbau der zahntragenden Gewebe, bis zur Deckung von freiliegenden Zahnhälsen. Es lassen sich so, auch nach Zahnverlust, unsichtbare Restaurationen schaffen und eine Harmonie zwischen rot und weiß (Zahnfleisch und Zahn) wiederherstellen.


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